Als ich immer mehr mit meiner Kamer gefilmt habe, war ich auf der Suche nach einer leichten und kompakten Lösung um die Kamera von oben halten zu können. Da es zu dieser Zeit noch keinen Griff gab, der an dem Hotshoe (Blitzschuh) der Kamera montiert werden kann, entschloss ich einfach einen Griff zu entwickeln und mit meinem 3D Drucker herzustellen.
Von klein auf faszinierten mich funkferngesteuerte Autos und ich wollte diese immer kleiner und sie sollten immer schneller fahren. So fand ich im Jahr 2000 einen Carpetracer auf der Modellbaumesse, der die Karosserie eines Slotcars hatte und eine Carbonchassis. Leider war dies ein Bastlerprojekt und ich hatte immer nur begrenzt Spaß. Als ich die Grenzen des 3D Drucks zu erforschen begann, kam mir die Idee den kleinen Racer endlich so flott zu bekommen, wie er immer sein hätte sollen, natürlich auch mit Upgrade auf LiPo Akkus.
Als ich bei den 2021 bei den Wienerlinien als Ausbilder begann, musste ich mich darum kümmern das gesamte Equipment, welches für den Unterricht nötig ist zu organisieren. Da durch die weiterhin andauernde Krise die Verfügbarkeiten sehr begrenzt waren, beschloss ich mich nicht auf einen Anbieter zu beschränken, sondern selbst das Equipment zu entwickeln um so sicherzustellen, dass ich es in genügender Stückzahl zur Verfügung habe.
Mittlerweile gibt es hunderte 3D Drucker auf den Markt, welche teilweise sogar ab 100€ erhältlich sind, aber dennoch habe ich einen einfachen Kartesischen 3D Drucker entwickelt, der von jedem Hobbybastler einfach nachzubauen ist und beinahe endlos erweiterbar ist. Sprich der ideale Drucker für Bastler und Tüftler. Das Zeil war es einen günstigen Drucker, mit maximaler Kompatibilität und Flexibilität bei höchster Präzision zu entwickeln. Als kleinen Teaser kann ich jetzt schon preisgeben, dass mich die Druckgeschwindigkeit und Qualität extrem beeindruckt hat!
Da das original Cannopy nicht sehr stabil ist und ich es auch etwas anders haben wollte, da ich eher Cinematische aufnahmen mit der Drohne machen möchte beschloss ich eine eigene Version zu designen.
Da meine Mutter eine Zeitlang auf der Universität Wien arbeitete und in diesem Zuge gebeten wurde bei der Erstellung eines Coverfotos für das Buch "Übersetzer sind die Wechselpferde der Aufklärung" mitzuhelfen, bekam ich die einmalige Chance für ein so einzigartiges Buch das Coverfoto zu schießen.
In 2016 wurde genau neben meiner Wohnung ein Haus gebaut und so war ich natürlich stark verleitet diese einmalige Chance zu nutzen und das Ereignis in einem Zeitraffer festzuhalten. Mit ein paar Anfangsschwierigkeiten bekam ich das Timelapse zum Laufen und es filmte über ein Jahr, bis die Kamera am Fensterbrett keine Verbindung zu meinem PC mehr anzeigte. Die Kamera war leider nicht speziell vor Wind und Wetter geschützt und auch die Linse litt stark an den Umwelteinflüssen.