G60
Was macht G60?
Mit G60 kannst du die aktuelle Druckkopfposition in einem der internen Speicherplätze der Firmware ablegen. Diese gespeicherten Positionen können später mit G61 wieder angefahren werden.
Das ist nützlich für:
Filamentwechsel‑Makros
Pausen‑Makros
Werkzeugwechsel
CNC‑ähnliche Abläufe
komplexe Sequenzen, bei denen man zu einer exakten Position zurückkehren muss
G60 ist also eine Art „Setze Lesezeichen für die aktuelle Position“.
Wie funktioniert G60?
G60 speichert die aktuelle Position in einem Index, meist 0–9.
Syntax:
Code
G60 S<Index>
Beispiel:
Aktuelle Position in Speicherplatz 0 ablegen:
Code
G60 S0
Position in Speicherplatz 1 ablegen:
Code
G60 S1
Was wird gespeichert?
Je nach Firmware:
X‑Position
Y‑Position
Z‑Position
E‑Position (Extruder) → optional
Koordinatensystem‑Offsets → werden nicht gespeichert
ABL‑Korrekturen → bleiben aktiv, aber werden nicht gespeichert
Es wird also die absolute aktuelle Maschinenposition gespeichert, nicht irgendwelche Offsets.
Typische Einsatzgebiete im 3D‑Druck
1. Filamentwechsel
Beim Pausieren fährt der Drucker weg vom Druckobjekt. Mit G60 kann man vorher die exakte Druckposition speichern.
2. Werkzeugwechsel (IDEX, Toolchanger)
Man speichert die Position, fährt zum Werkzeugdock, holt ein Tool, und kehrt exakt zurück.
3. CNC‑ähnliche Abläufe
G60 ist in CNC‑Maschinen Standard und wird in Marlin übernommen.
4. Makros
Viele Makros nutzen G60, um komplexe Bewegungsabläufe sicher zu gestalten.
Wichtig zu wissen
G60 speichert nur, G61 ruft wieder ab.
G60 ist modal unabhängig – es speichert die echte Position, egal ob G90/G91 aktiv ist.
G60 speichert keine Offsets, nur die tatsächliche Position.
G60 ist extrem nützlich in Makros, aber im normalen Slicer‑G‑Code selten.
Klipper
Klipper nutzt stattdessen Makro‑Variablen oder SAVE_GCODE_STATE.
RRF
G60 in RRF für Tool Offset Probing,
vewandte Codes
G61
G61 ruft eine zuvor mit G60 gespeicherte Position wieder auf und fährt den Druckkopf exakt dorthin zurück.