M105
Fragt den aktuellen Wert aller Temperatursensoren ab
Was macht M105?
M105 fragt die aktuellen Temperaturen des Druckers ab, typischerweise:
Hotend‑Temperatur (Ist + Soll)
Heizbett‑Temperatur (Ist + Soll)
ggf. zusätzliche Sensoren (z. B. Chamber‑Temp, zweites Hotend)
Der Drucker antwortet darauf mit einer Statuszeile wie:
Code
ok T:200 /210 B:60 /60
Das bedeutet:
T: aktuelle Hotend‑Temperatur
/210: Zieltemperatur
B: Bett‑Temperatur
/60: Zieltemperatur
Warum ist M105 wichtig?
Weil jede Druckersoftware (OctoPrint, Klipper‑UI, PrusaLink, RepetierHost, Cura, etc.) regelmäßig M105 sendet, um:
Temperaturen live anzuzeigen
Überhitzung zu erkennen
Abkühlung zu überwachen
Heizfehler zu erkennen
Sicherheitsfunktionen zu aktivieren
Ohne M105 gäbe es keine Temperaturanzeige in der Software.
Wie funktioniert M105?
Syntax:
Code
M105
Keine Parameter, keine Optionen.
Typische Beispiele
1. Temperatur abfragen
Code
M105
2. Automatische Abfrage (Host‑Software)
Host‑Programme senden M105 alle 1–3 Sekunden.
3. Debugging
Wenn du wissen willst, ob Sensoren korrekt funktionieren:
Code
M105
Was wird zurückgegeben?
Ein typisches Marlin‑Antwortformat:
Code
ok T:205.3 /210.0 B:59.8 /60.0 @:127 B@:80
Bedeutung:
T: Hotend‑Ist
/210: Hotend‑Soll
B: Bett‑Ist
/60: Bett‑Soll
@:127: Hotend‑PWM‑Leistung
B@:80: Bett‑PWM‑Leistung
Andere Firmwares haben leicht andere Formate.
Wann wird M105 verwendet?
1. Host‑Software
Alle Druckoberflächen nutzen M105 im Hintergrund.
2. Firmware‑Debugging
Wenn Sensoren spinnen oder Werte falsch sind.
3. Makros
Manchmal wird M105 genutzt, um Temperaturwerte zu prüfen.
4. Sicherheit
Wenn ein Sensor ausfällt, zeigt M105 oft „def“ oder „error“.
Wichtig zu wissen
M105 ändert nichts, er fragt nur ab.
M105 wird ständig von Software gesendet, aber nie vom Slicer.
M105 ist einer der meistgenutzten Befehle überhaupt, obwohl er im G‑Code eines Drucks kaum auftaucht.
Wenn M105 keine Antwort liefert → Kommunikationsproblem.
vewandte Codes
M106
Lüftersteuerung
Was macht M106?
M106 steuert den Bauteilkühl‑Lüfter (Part Cooling Fan). Das ist der Lüfter, der das frisch extrudierte Filament kühlt – nicht der Hotend‑Kühlkörperlüfter.
Mit M106 kannst du:
den Lüfter einschalten
die Drehzahl einstellen
mehrere Lüfter separat steuern (bei Multi‑Fan‑Setups)
Wie funktioniert M106?
Syntax:
Code
M106 S<0–255> [P<Lüfternummer>]
Parameter:
Parameter
Bedeutung
S
Lüfterleistung (0–255)
P
Lüfternummer (optional, für Multi‑Fan‑Drucker)
Typische Beispiele
1. Lüfter auf 100 %
Code
M106 S255
2. Lüfter auf 50 %
Code
M106 S128
3. Lüfter ausschalten
Code
M106 S0
4. Lüfter 1 (z. B. zweiter Bauteillüfter) auf 80 %
Code
M106 P1 S204
Wofür wird M106 im 3D‑Druck genutzt?
1. Slicer‑Steuerung
Der Slicer setzt M106 automatisch:
ab Layer 2
bei Überhängen
bei Bridges
bei PLA‑Druck fast immer
2. Manuelle Steuerung
Beim Testen oder Kalibrieren:
Code
M106 S200
3. Multi‑Fan‑Setups
IDEX‑Drucker, Toolchanger, oder Drucker mit mehreren Bauteillüftern.
Wichtig: Unterschied zu anderen Lüftern
M106 → Bauteilkühlung
Hotend‑Kühlung → wird NICHT über M106 gesteuert (läuft automatisch über Firmware/Temperatursensor)
Elektronik‑/Gehäuselüfter → je nach Firmware über M106 oder M42
Wichtig zu wissen
Slicer steuern M106 automatisch – du musst es nicht manuell setzen.
Werte über 255 sind ungültig.
Bei manchen Druckern ist S255 nicht 100 %, weil PWM‑Kurven angepasst wurden.
Bei 24‑V‑Lüftern kann zu niedrige PWM zu Rattern führen.
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Klipper bietet viele Möglichkeiten Lüftersteuerungen zu realisieren und man sollte idealerweise so vorgehen, wie es auch gedacht ist, um komisches Verhalten des Druckers zu vermeiden. Welcher Lüfter wie benannt werden sollte und welcher Code noch benötigt wird um die Lüfter richtig zu konfigurieren habe ich in diesem Artikel zusammengefasst. Ich reduziere meine Anleitung auf die Verwendung mit dem OrcaSlicer da ich diesen fast ausschließlich verwende und dieser optimal mit Klipper harmoniert.